Agile Arbeit: Betriebsräte unterstützen Beschäftigte bei Volkswagen

Agile Arbeit ist auch für Arbeitnehmervertreter ein großes Thema: Der IG Metall-Betriebsrat im Volkswagen-Werk Wolfsburg beschäftigt sich intensiv damit und bietet interessierten Kolleginnen und Kollegen ab sofort ein sogenanntes „Kanban Board“ und einen Infoflyer mit den Positionen der Gewerkschafter an.

Agiles Arbeiten ist derzeit voll im Trend. „Auch bei Volkswagen wird in vielen Teams und Projekten bereits agil gearbeitet. Wir als IG Metaller beschäftigen uns natürlich auch mit der Frage, wie man gute Arbeit gestalten kann und inwiefern agiles Arbeiten dazu beiträgt“, so Betriebsrat Gunter Wachholz. Sein Kollege Dr. Holger Wiesner ergänzt: „Wir sehen es als echte Chance, weil Teams dort selbständig ihre Projekte und Aufgaben Schritt für Schritt organisieren und voranbringen. Allerdings muss man bei Trends natürlich immer auch darauf achten, dass ein eigentlich richtiger Ansatz nicht für falsche Dinge wie höhere Arbeitsbelastung zweckentfremdet wird.“ Wie man hier Positives voranbringt und Negatives vermeidet, darüber will der IG Metall-Betriebsrat gerne mit Beschäftigten im Dialog und Erfahrungsaustausch bleiben.

Hintergrund der Aktion: Betriebsrats-Referentin Dr. Nari Kahle hatte ein selbstgestaltetes Board in ihrem Büro. „Viele Kolleginnen und Kollegen haben mich darauf angesprochen. Gemeinsam haben wir dann die Idee gehabt, anderen Beschäftigten auch so etwas anzubieten. Wir hoffen, dass wir Kolleginnen und Kollegen damit etwas Ansprechendes für ihren Arbeitsalltag geben können.“

Und so bekommt ihr ein Board:

Bitte schickt eine E-Mail mit eurem Namen und Abteilungskürzel mit dem Betreff „Agiles Board“ an info(at)igmetall-wob.de. Ihr bekommt anschließend eine Info bezüglich der Übergabe.

Außerdem müsst ihr zwischen der Folienvariante (dünn – Befestigung mit Reißzwecken oder Magneten an der Wand) oder Hartschaumvariante (stabil – zum Aufstellen oder Anlehnen, gut zu transportieren) wählen. Die entsprechende Info bitte in der Bestellung aufführen.

 

 

 

Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall Wolfsburg: „Klare Leitplanken und trotzdem viel Platz für eigenständiges, selbstbestimmtes Arbeiten lassen - das ist der Spagat den die Mitbestimmung im Betrieb und die Kolleginnen und Kollegen aushalten müssen. Das wird die Kunst bei den Arbeitsformen von morgen sein. Daran sollten wir uns in Zukunft gewöhnen und neue Arbeitsformen frühzeitig mitgestalten.“

Ricarda Bier, Geschäftsführerin der IG Metall Wolfsburg: „Mit Formen des agilen Arbeitens werden Freiräume und auch mehr Möglichkeiten unkonventionellen Denkens geschaffen. Gleichzeitig heißt agil zu arbeiten, verantwortungsbewusst und gemeinsam im Team eine Aufgabe zu lösen. Soziale Aspekte im Team und das Miteinander sind genauso wichtig wie die Aufgabe selbst.“