2016

Januar

  • Der Markenvorstand um Herbert Diess plant Einschnitte bei Personal: Der Betriebsrat geht in die Auseinandersetzung: „Wir werden einer weiteren Leistungsverdichtung nicht zustimmen!“
  • Angesichts der hohen Kosten für den Dieselskandal beginnt eine Diskussion über den Belegschaftsbonus. Das Bernd Osterloh: „Die Beschäftigten haben die Abgas-Affäre nicht zu verantworten. Und wir wollen nicht erleben, dass es jetzt Millionen-Boni für den Vorstand gibt und die Beschäftigten bekommen nichts.“

März

  • Zum ersten Mal führte Betriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh einen Online-Dialog mit der Belegschaft. Mehr als eine Stunde steht er auf Group Connect Rede und Antwort. Ab jetzt steht Osterloh viermal im Jahr auf diesem Weg für Fragen bereit.
  • Aktion Kultur-Köpfe: Der Betriebsrat macht es allen Kolleginnen und Kollegen möglich, Personen zu finden, die zu einer positiven Kultur bei Volkswagen beitragen. Damit leistet der Betriebsrat einen Beitrag zur stärkeren Einbindung der VW-Belegschaft in den Kulturwandel.
  • Die neue Halle DW 15 für die Tankfertigung ist fertig. Das Projektteam und die Betriebsräte Susanne Preuk und Mario Kurznack-Bodner begleiteten das Projekt eng und sicherten so Arbeitsplätze.

April

  • Der Betriebsrat fordert einen verbindlichen Zukunftspakt für alle deutschen Standorte und die Marke. Darin sollen feste Produkt-, Stückzahl- und Investitionszusagen festgeschrieben werden. Der Konzernvorstand geht auf die berechtigten Forderungen des Betriebsrates ein und stimmt Gesprächen über standortsichernde Maßnahmen zu.

Mai

  • Beschäftigte von Volkswagen können künftig Beruf und Privatleben besser miteinander vereinbaren: Die Voraussetzungen dafür schafft die Betriebsvereinbarung zur mobilen Arbeit, die Unternehmen und Betriebsrat unterzeichnet haben. Bernd Osterloh: „Die neue Regelung wird dazu beitragen, dass viele unserer Kolleginnen und Kollegen Arbeit und Privatleben künftig besser unter einen Hut bringen können. Wichtig ist, dass wir klar geregelt haben, dass mobile Arbeit keine Hintertür für unbezahlte Mehrarbeit wird.“
  • Volkswagen und die IG Metall haben sich auf einen Tarifabschluss für die rund 120.000 Beschäftigten geeinigt. Die Ergebnisse: 4,8 Prozent Tariferhöhung in zwei Schritten, Rentenbaustein 200 Euro, Altersteilzeit  verlängert bis 2022. Vorher hatten 35.000 Beschäftigte auf einer Infoveranstaltung vor dem Vorstandsgebäude Druck gemacht.
  • Erfolgsbeteiligung der Belegschaft trotz Dieselkrise:  3.950,- Euro

Juni

  • Konzernvorstandsvorsitzender Matthias Müller kündigt den Aufbau einer  Konzernkomponente an. Bernd Osterloh: „Wir begrüßen den Weg hin zu einer konzernweiten Steuerung unserer Komponentenwerke. Selbstverständlich behalten alle Audi- oder Volkswagen-Kollegen ihfre Verträge.“

Juli

  • Die Sanierungsarbeiten der K 114 enden eine Woche früher als geplant.

August

  • Erste Dienstgeräte werden für YouTube freigeschaltet.
  • Bernd Osterloh zieht rote Linien zum Zukunftspakt: „Solange ich Betriebsratsvorsitzender bin, wird hier keiner betriebsbedingt gekündigt. Dafür stehe ich.“

November

  • Der Zukunftspakt steht:  Der Gesamtbetriebsrat setzt darin für die Stammbelegschaft eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2025 durchgesetzt. Osterloh: „Zur Ehrlichkeit gehört auch - und das tut uns weh:
    Wir als Betriebsrat können nicht verhindern, wenn der Vorstand künftig weniger Zeitarbeiter einsetzen will.“  Die Betriebsräte haben auch darum  Wert darauf gelegt, dass insbesondere in den Bereichen IT, Digitalisierung und Mobilitätsdienstleistungen neue Stellen in Wolfsburg entstehen sollen.
    Im Zukunftspakt werden mindestens 1.000 neue Arbeitsplätze in diesen Bereichen in Wolfsburg zugesagt.