Mehr als 20 000 bei Warnstreik im Volkswagen Werk Wolfsburg

An Sektor 18 waren alle sauer auf den Vorstand.
01.02.2018

Warnstreik im Volkswagen Werk Wolfsburg: Mehr als 20.000 Kolleginnen und Kollegen haben am Donnerstag die Arbeit niedergelegt und damit in der Tarifauseinandersetzung den Druck auf VW erhöht.

„Volkswagen wird Milliarden-Gewinne machen, der Vorstand Millionen-Gehälter einstreichen. Und für die Belegschaften, die trotz der größten Krise fest zu unserem Unternehmen stehen, hat dieses Unternehmen noch nicht mal ein anständiges Angebot übrig“, sagte Gesamtbetriebsratsvorsitzender  Bernd Osterloh bei einer von vier dezentralen Veranstaltungen im Werk Wolfsburg.

Osterloh machte klar, dass die Belegschaft zum Kampf entschlossen ist, und den Konflikt noch deutlich ausweiten könne: „Zur Not werden wir den halben Konzern zum Stillstand bringen. Denn eines sollten die Damen und Herren wissen: aus unseren Komponentenwerken beliefern wir alle Konzernmarken. Und im Zweifel werden wir nicht zögern, weitere Warnstreiks zu planen.“

Die Kolleginnen und Kollege hatten um 10.30 Uhr für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. In vier dezentralen Kundebungen informierten neben Osterloh weitere Betriebsräte und Gewerkschafter  die Belegschaft. 


Auf Plakaten und mit Sprechchören machen die Beschäftigten klar, dass ihnen das -Angebot des Unternehmens vorne und hinten nicht ausreicht.

VW hatte am Montag  drei Nullmonate angeboten, dann eine Erhöhung um nur 3,5 Prozent ab Mai 2018.  2 Prozent  soll es nochmal  ab 1. Mai 2019 geben, die Laufzeit soll insgesamt 30 Monate dauern – das würde rund 2,2 Prozent pro Jahr bedeuten.  Volkswagen will außerdem einen freien Tag streichen und die 40-Stunden-Woche auf 20 Prozent der Belegschaft ausdehnen. Die Tarifkommission der IG Metall lehnte das ab.  Die Gewerkschaft fordert 6 Prozent mehr Geld, zudem eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung sowie eine Garantie für den Erhalt von Ausbildungsplätzen.

 

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