„Am schlimmsten sind Ledersitze bei Kälte“

An Tor Nord mit Kollegen der Autostadtvorbereitung
Im Verladebahnhof ist es auch kalt.
Frank Patzold (li.) mit Karl-Heinz Seiffert
01.03.2018

Auch bei minus zwölf Grad arbeiten viele Kolleginnen und Kollegen im Volkswagen Werk im Freien oder in windigen Hallen. Am Donnerstag ist die Vertrauenskörperleitung den ganzen Tag viele der eiskalten Bereiche abgefahren und hat heißen Punsch und warme Mützen verteilt. „Das ist ein Zeichen der Anerkennung für alle Kolleginnen und Kollegen, die Tag und Nacht bei Eis und Schnee rausgehen, damit der Betrieb hier läuft“, sagte VK-Leiter Frank Paetzold.

Im Verladebahnhof in Halle 40 freute sich Karl-Heinz Seiffert vom Automobilumschlag über die heiße Stärkung. „Die Kollegen müssen bei Wind und Wetter Autos auf die Waggons fahren, die Fahrzeuge sichern und die Waggons abfahrfertig machen. Wir haben viel Arbeit, denn 60 Prozent der Wolfsburger Produktion geht per Bahn aus dem Werk.“   

 Auch am Tor Nord kamen die Vertrauensleute mit ihrer riesigen Thermoskanne gut an: Die Kollegen vom Werkschutz in ihren zugigen Glaskästen freuten sich ebenso sehr über den Punsch wie die Kolleginnen und Kollegen der Autostadt-Vorbereitung. „Wir fahren die Autos vom Platz draußen hierher zur Vorbereitung“, sagte Fahrer Thomas Reinke. „Das ist hart, denn die Autos sind natürlich völlig eingefroren.“

 Die Transportfahrer sitzen lange in den gefrorenen Autos, denn die vereisten Scheiben dürfen zum Schutz vor Schäden nicht freigekratzt werden. Stattdessen muss die Heizung warm laufen und das Eis wegschmelzen. Wärme von der Sitzheizung gibt es auch nicht, die ist zum Schutz der Batterie für den Transport stillgelegt. „Am schlimmsten sind Ledersitze bei Kälte“, sagt Fahrer Reinke.

 VK-Leiter Paetzold wertet die Aktion als großen Erfolg: „Wir Vertrauensleute sind eng an den Kolleginnen und Kollegen. Darum war uns auch klar, dass viele Kollegen bei einem Wetter wie jetzt noch härter gefordert sind. Dafür wollten wir einmal Danke sagen.“