1. Mai in Wolfsburg: Mehrere Tausend demonstrieren für soziale Gerechtigkeit

Hartwig Erb
Dr. Hans-Jürgen Urban
02.05.2017

Mehrere tausend Menschen haben am an der Großdemonstration zum 1. Mai in Wolfsburg teilgenommen. Darunter waren auch viele Betriebsräte und IG Metall-Vertrauensleute von Volkswagen. „Wir sind viele. Wir sind eins.": Unter diesem Motto hatten die DGB-Gewerkschaften bundesweit zum diesjährigen 1. Mai aufgerufen. Das zentrale Thema der Reden war die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit.

Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Wolfsburg, Hartwig Erb, stellte in seiner Rede klar: „Wenn ich so nach oben schaue, ist das Wetter sehr durchschnittlich und sicherlich auch noch verbesserungsfähig. Das gilt im Übrigen auch für die Berliner Politik und die Arbeitgeber.“ Leiharbeit, Frauen, Mindestlöhne oder Renten – für mehr Gerechtigkeit ist der Handlungsbedarf immer mehr gewachsen.  

Gastredner Dr. Hans-Jürgen Urban, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, hob unter anderem in seiner Rede hervor: „Vielleicht wächst in diesem Kampf um Gerechtigkeit ja auch die Erinnerung daran, dass wir als Gewerkschaftsbewegung einmal für ein weitergehendes Ziel angetreten sind. Für eine Gesellschaft, in der Solidarität, Menschlichkeit und Demokratie nicht immer wieder gegen die Profit- und Machtinteressen gesellschaftlicher Minderheiten durchgekämpft werden müssen.

Nach der Kundgebung stellten Gewerkschaftsgruppen sowie gewerkschaftsnahe Institutionen und Organisationen ihre Arbeit vor. Die Jazzband Saratoga Seven sorgte für Musik, die Kinder vergnügten sich in einer Hüpfburg und ließen sich bunt schminken. An den Ständen mit Essen und Trinken fand jeder etwas für seinen Geschmack.