Andrea Nahles diskutiert mit IG Metall-Fraktion im VW-Betriebsrat

14.11.2018

SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles hat auf Einladung der IG Metall-Fraktion im Betriebsrat das Volkswagen Werk Wolfsburg besucht und mit den Arbeitnehmervertretern über aktuelle Industriepolitik und die Transformation der Autoindustrie diskutiert.

Die Arbeitnehmervertreter machten klar : „Wir erwarten, dass sich führende Vertreterinnen und Vertreter der SPD für die Interessen von 820.000 Kolleginnen und Kollegen in der Kernbranche der deutschen Industrie einsetzen.“

 In der anderthalbstündigen Diskussion mit den Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern von VW versicherte Nahles ihre Unterstützung. 

Nahles sagte: „Die SPD steht fest an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Autoindustrie. Ich will, dass die Autos der Zukunft in Deutschland gebaut werden. „Made in Germany“ muss weiter für die Spitze des technischen Fortschritts stehen. So sichern wir den deutschen Standort in Zeiten der Transformation. Klar ist: das geht nur einher mit der Einhaltung der Klimaziele 2030 und 2050, auf die wir uns verpflichtet haben. Politik und Industrie müssen an einem Strang ziehen, um diese ambitionierten Ziele gemeinsam umzusetzen. Das wird aber ohne die Belegschaft, ihre Expertise und ihren Einsatz nicht funktionieren.  Der Weg der notwendigen Veränderungen muss MIT den Beschäftigten zusammen beschritten werden. Wir dürfen den Bogen daher nicht überspannen in der Frage der Geschwindigkeit. Und bei notwendigen Weiterbildungen und Qualifizierungen werden wir unterstützen. Wir können den Wandel gemeinsam erfolgreich gestalten. Es geht um industrielle Partnerschaft. Dafür steht die SPD. Dafür setze ich mich ein.“

Betriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh dankte Nahles für die Bereitschaft, sich der Auseinandersetzung zu stellen: „Wir haben eine offene und engagierte Diskussion geführt.  Meine Kolleginnen und Kollegen und ich haben dabei den Eindruck gewonnen, dass Andrea Nahles die Sorgen der VW-Belegschaft ernst nimmt. Wir gehen davon aus, dass sie unsere Anliegen auch gegenüber der SPD-Bundestagfraktion und den zuständigen SPD-Bundesministern und Europaabgeordneten deutlichen machen wird. Wir als IG Metaller setzen weiter auf einen engen Austausch auch mit der SPD, selbst  wenn unsere Positionen in einzelnen Punkten voneinander abweichen sollten. Kolleginnen und Kollegen aus dem Betriebsrat und ich selbst sind jederzeit bereit, uns in Berlin den Fragen der SPD-Bundestagsfraktion oder anderer demokratischer Parteien zu stellen.“

Osterloh machte auch klar, dass die Arbeitnehmervertreter bei VW weiterhin für eine maximale Absenkung der CO2-Grenzwerte für Autos bis 2030 um 30 Prozent eintreten: „Wenn die Politik den Druck auf uns in der Autoindustrie überzieht, ist ein sozialverträglicher Übergang zur E-Mobilität unmöglich. Dann sind zehntausende Arbeitsplätze nicht zu halten.“