Forderungen für Haustarif bei Volkswagen aufgestellt

Handzeichen: Die Tarifkommission stimmte in Hannover ab.
Erklären die Forderungen in einer Pressekonferenz: Vertrauenskörperleiter Frank Paetzold (rechts) und IG Metall Bezirksleiter Thorsten Gröger.
Gruppenfoto: Die Verhandlungskommission um Bernd Osterloh und Thorsten Gröger (Mitte) hat die Ziele klar abgesteckt.
24.10.2017

Entgelterhöhung, Altersvorsorge, Azubi-Stellen und "Gute Arbeit": Mit diesem Paket zieht die IG Metall in die nahenden Verhandlungen um den VW-Haustarifvertrag.

Entgelterhöhung, Altersvorsorge, Azubi-Stellen und "Gute Arbeit": Mit diesen zentralen Punkten im Forderungspaket ziehen die Arbeitnehmervertreter bei Volkswagen in die nahenden Verhandlungen zum Haustarifvertrag.

Am Dienstag haben die Tarif- und die Verhandlungskommission in Hannover die Ziele beschlossen. Anschließend erläuterte die IG Metall das Forderungspaket bei einer Pressekonferenz. Es besteht aus diesen Säulen: Eine Entgelterhöhung von 6 Prozent, gerechnet auf 12 Monate. Die betriebliche Altersversorgung soll gestärkt werden - arbeitgeberfinanziert und nachhaltig tarifdynamisch. Um den Herausforderungen von Digitalisierung und Transformation zu begegnen, soll es neue Verpflichtungen zur Einstellung von Auszubildenden geben. Und: Das Thema "Gute Arbeit", etwa zur besseren Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, soll weiter vorangetrieben werden.

Bernd Osterloh, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Volkswagen AG, sagte: „Die Beschäftigten haben sich in den vergangenen zwei Jahren trotz des Abgas-Skandals über das normale Maß hinaus engagiert. Nur deshalb haben gehen die Zahlen der Kernmarke Volkswagen wieder nach oben. Sechs Prozent mehr Entgelt sind deshalb eine absolut berechtigte Forderung. Außerdem wollen wir, dass Volkswagen endlich den Beitrag zur betrieblichen Altersversorgung dauerhaft verbessert. Das ist wichtig, damit alle Kolleginnen und Kollegen auch nach einem langen Arbeitsleben ein anständiges Auskommen haben. Um Digitalisierung und Transformation zu bewältigen, brauchen wir zudem auf lange Sicht mehr Auszubildende in diesen Zukunftsfeldern."

Im Haustarif geht es um die Regelungen zu Entgelt und Arbeitsbedingungen für die rund 122.000 Tarifbeschäftigten bei der Volkswagen AG, den Volkswagen Financial Services und den Volkswagen Immobilien. Erster Verhandlungstermin ist der 11. Dezember.

Die Ziele für den Haustarifvertrag, der der größte Firmentarif hierzulande ist, ähneln damit denen in der Fläche der Metall- und Elektroindustrie.

Übrigens: Zu den Gremien hinter den Tarifverhandlungen hat die IG Metall ein informatives Schaubild erstellt. Es ist hier zu sehen.