Gegen Hass im Internet: VW-Azubis machen mobil

Aktion in Berlin: VW-Auszubildende vor dem KaDeWe.
23.11.2016 | JAV

Mit einer Spontan-Aktion haben junge VW-Auszubildenden kürzlich in Berlin für Aufmerksamkeit gesorgt: Sie hatten öffentlich gegen Fremdenfeindlichkeit und Hetze im Internet protestiert.

Auf dem Wittenbergplatz vor dem KaDeWe warben die Auszubildenden für mehr Respekt und Demokratie im Internet. Dabei nahmen sie auf Transparenten vor allem den Konzern Facebook mit seinem sozialen Netzwerk in die Pflicht: „Wir sind facebook, wir wollen keinen Hass im Netz“, stand zum Beispiel auf einem der Schilder, „Hass nicht liken“ auf einem anderen.

Hintergrund für die Aktion: Die Jugendlichen aus Deutschland und Polen hatten gemeinsam an einem 14-tägigen Projekt in der Gedenkstätte Auschwitz teilgenommen und dabei auch mit Holocaust-Überlebenden gesprochen. „Sie wollen den Hass in ihren sozialen Netzen und in ihrer Gesellschaft nicht mehr tolerieren und sie wollen nicht mehr schweigen. Deswegen haben sie sich spontan entschieden, laut zu werden gegen die Verwilderung bei facebook und in ihrer realen Welt“, sagt Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

„Die Spontan-Aktion fand übrigens direkt vor dem Denkmal „to B remembered“ statt. VW-Auszubildende aus Hannover hatten die zwei Meter hohe und mehr als fünf Tonnen schwere silberfarbene Edelstahlskulptur gebaut“, sagt Ines Doberanzke von der Volkswagen Group Academy. Sie erinnert an das Leid aller Häftlinge, den Mord an den Juden Europas, den Sinti und Roma.