Gemeinsam mit der Politik: Betriebsrat lobt neues Gesetz für Qualifizierung

Thema Ladeinfrastruktur: Hubertus Heil (v.l.), Andrea Nahles, Bernd Osterloh, Thomas Ulbrich und Arbeitsdirektor Gunnar Kilian (ganz rechts) informieren sich bei einem Rundgang in Zwickau über eine innovative Form des Stromtankens.
24.01.2019

Das ist Unterstützung, wie wir sie brauchen: Spitzenpolitiker haben in Zwickau zusammen mit Betriebsrat und Management ein neues Gesetz vorgestellt. Es hilft beim Weg in die E-Mobilität.

Vertreter von Betriebsrat und Unternehmen haben sich zusammen mit Spitzenpolitikern über den laufenden Umbau des VW-Werkes in Zwickau informiert. Die Fabrik in Sachsen, wo die Beschäftigten bisher als Teil der Drehscheibe Golf und Passat bauten,wird der Vorreiter für den Weg in die Elektromobilität. Im Zuge der Transformation soll dort schon Ende dieses Jahres die Produktion des kompakten ID beginnen.

Volkswagens Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender Bernd Osterloh und Jens Rothe, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Volkswagen Sachsen GmbH, begrüßten jetzt den Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sowie die SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles. Zusammen mit Unternehmensvertretern - darunter Arbeitsdirektor Gunnar Kilian, die Managementspitze aus Zwickau und Markenvorstand Thomas Ulbrich - besichtigten sie den laufenden Umbau und informierten sich über Themen der Weiterbildung.

Dabei spielt das sogenannte Qualifizierungschancengesetz eine wichtige Rolle. Es greift seit Jahresanfang und erleichtert die Weiterbildungen, die in Zwickau im Zuge der Transformation für Tausende Beschäftigte anstehen. Heil und Nahles stellten das neue Gesetz in Zwickau vor - Volkswagen gehört zu den ersten Anwendern. Dazu gab es eine gemeinsame Pressemitteilung.

Bernd Osterloh sagte nach dem Termin in Zwickau: "Das war heute ein Treffen mit der Politik, wie wir es öfter brauchen. Hubertus Heil hat mit dem Qualifizierungschancengesetz eine ganz wichtige Initiative durchgesetzt, die der gesamten Branche die Transformation in die E-Mobilität ein Stück weit erleichtert. Denn es geht dabei um konkrete Unterstützung für genau die Weiterentwicklung in der Belegschaft, die wir jetzt bei der Umstellung in Zwickau und später auch in Emden und Hannover angehen müssen. Das ist also Politik, die echt ankommt bei unseren Kolleginnen und Kollegen."

Osterloh begrüßte auch die klaren Worte der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles. Sie hatte sich bei dem Treffen in Zwickau für weitere Unterstützung und konkrete Leitplanken starkgemacht, mit denen die Politik den geforderten Hochlauf der E-Mobilität begleiten müsse. Vor Journalisten nannte Nahles dazu das Beispiel der nötigen Stromtankstellen. Sie sagte: "Wie geht es mit den Ladesäulen weiter? Wir bauen hier ja Elektromobilität - und diese Fahrzeuge müssen ja auch irgendwo fahren dann. Da geht es also um die Frage: Wie ist die Infrastruktur zu gestalten? Da haben wir auch auf der politischen Seite eine Aufgabe."

Die Politik könne schließlich nicht nur Vorgaben machen, sondern müsse die aus Klimaschutzgründen geforderte Transformation der Automobilindustrie auch entsprechend begleiten.

Osterloh meinte nach dem Treffen: „Wer A sagt, muss auch B sagen. Das gilt auch für die Politik in Sachen E-Mobilität. Mit dem Qualifizierungschancengesetz haben wir ein erstes Beispiel dafür, dass das erkannt wurde. Mehr davon!“

Jens Rothe sagte nach dem Treffen: "Mit dem Umbau unseres Werkes in Zwickau zur modernsten Elektrofahrzeug-Fabrik Europas leisten wir konzernweit echte Pionierarbeit. Ganz entscheidend ist es dabei, die Kolleginnen und Kollegen für die neuen Herausforderungen in der Breite zu qualifizieren – und nicht nur einige Spezialisten weiterzubilden. Dabei wird uns das Qualifizierungschancengesetz eine wichtige Stütze sein.“