Gewerkschaftsjugend wappnet sich gegen Alltagsrassismus

Gut gerüstet gegen Rassisten: Junge Gewerkschaftsmitglieder bilden sich fort.
16.05.2017 | JAV

Mit Alltagsrassismus und dem Grundsatzprogramm der Alternative für Deutschland (AfD) haben sich am Wochenende etwa 30 Gewerkschaftsjugendliche auseinandergesetzt, darunter viele Auszubildende von Volkswagen.

Im Wolfsburger Gewerkschaftshaus nahmen sie an der sogenannten „Stammtischkämpfer*innen Ausbildung“ des bundesweiten Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ teil.

Tom Wolters, Jugendsekretär der IG Metall Wolfsburg, resümierte: „Neben der theoretischen Entwicklung von Gegenargumentationen haben wir vor allem den praktischen Umgang in alltäglichen Gesprächssituationen geübt. Unsere Erfahrung zeigt, dass man rechtspopulistischen Vorurteilen am besten begegnen kann, indem man aktiv zuhört und wirkliche Alternativen aufzeigt, anstatt jemanden pauschal zu verurteilen.“

Sophie Cruse aus dem Ortsjugendausschuss der IG Metall betonte: „Wir alle werden regelmäßig mit rassistischen Äußerungen konfrontiert, besonders seit die AfD diese wieder versucht, salonfähig zu machen. Doch anstatt das einfach zu akzeptieren, wollen wir uns lieber aktiv für eine solidarische Gesellschaft einsetzen.“