Großbereichssitzung anlässlich des "Internationalen Tages gegen Rassismus"

MdB Irene Mihalic.
Stephan Wolf.
Großbereichssitzung in Sektor 13.
04.04.2016 | Migranten

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus war jetzt Irene Mihalic, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und Obfrau im 3. NSU-Ausschuss, zu Gast bei einer IG Metall-Großbereichssitzung im Volkswagen Werk Wolfsburg. Auf Einladung der Migrantenvertretung der IG Metall im Werk Wolfsburg waren etwa 300 Vertrauensleute in den Veranstaltungssaal in Sektor 13 in der Südstraße gekommen.

Nach den jüngsten Landtagswahlen war der Einzug der „Alternative für Deutschland“ (AfD) in drei Länderparlamente das vorherrschendes Thema. Die ausgebildete Polizistin und Diplom-Verwaltungswirtin Mihalic sagte: „Die AfD bietet keinesfalls eine Alternative. Im Gegenteil: Sie ist eine deutliche Gefahr für die Demokratie in der Bundesrepublik.“ Als Sprecherin der Grünen für innere Sicherheit zeigte sich Mihalic über die aktuelle politische Entwicklung besorgt. Die Gefahr rechter Tendenzen in der Mitte der Gesellschaft seien mindestens ebenso gefährlich einzustufen wie die rechtsnationalistische NPD.

Im Rahmen der Großbereichssitzung sprach auch der Stellvertretende Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Stephan Wolf zu den Vertrauensleuten: „Allein im Volkswagen Werk Wolfsburg arbeiten Menschen aus 104 Nationen. Vielfältiger kann ein Unternehmen gar nicht sein. Volkswagen und seine Belegschaft stehen für Weltoffenheit und Toleranz.  Rassismus und rechtes Gedankengut haben bei uns nichts zu suchen.“

Giuseppe Gianchino zog als Leiter der Migrantenvertretung eine positive Bilanz der Veranstaltung. „Wir haben gehört, wie wichtig es ist, deutlich Stellung zu beziehen gegen den alltäglichen Rassismus in unserer Gesellschaft.“