Hunderte Wolfsburger bei bundesweiter Vertrauensleutekonferenz von Volkswagen

Bernd Osterloh vor den 1.500 Vertrauensleuten
Die Wolfsburger Vertrauenskörperleitung vor dem Stand.
B. Osterloh diskutiert mit Wolfsburger Kolleginnen und Kollegen.
Frank Paetzold, Daniela Cavallo und Hartwig Erb waren auch da.
B.Osterloh informierte über die aktuelle Situation im Betrieb.
Stellvertretender BR-Vorsitzender Stephan Wolf saß in der ersten Reihe.
F.Paetzold über die aktuelle Lage in Wolfsburg.
03.11.2018 | VKL Extra

Mehrere hundert Wolfsburger haben an der bundesweiten Vertrauensleutekonferenz aller deutschen VW-Standorte teilgenommen.

 

In der VW-Halle in Braunschweig diskutierten insgesamt rund 1500 Vertrauensleute der IG Metall aus elf Standorten zu dem Motto: „Mit aktiven Vertrauensleuten die Zukunft gestalten“. Inhaltlich ging es um tarifliche, betriebliche und industriepolitische Zukunftsthemen.

 Die Teilnehmer setzten deutliche Zeichen für sichere Arbeitsplätze und gute Arbeit bei Volkswagen. Dabei wurden auch kritische Themen diskutiert. So sagte der Vorsitzende des VW-Gesamt- und Konzernbetriebsrats Bernd Osterloh: „Volkswagen steht in den nächsten Jahren vor enormen Herausforderungen: Themen wie Einstieg in die Elektromobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und immer schärferer Wettbewerb werden den Kolleginnen und Kollegen bei VW viel abverlangen. Darum ist es gut, dass Vertrauensleute, Betriebsräte und IG Metaller aufpassen und die Interessen der Belegschaften schützen und auch in schwierigen Zeiten durchsetzen. Das werden wir aber nur schaffen, wenn wir alle zusammenhalten.“

Hartwig Erb betont Bedeutung der Vertrauensleute

 Der Erste Bevollmächtigte der Wolfsburger IG Metall, Hartwig Erb, erinnerte an die verantwortungsvolle Rolle der Vertrauensleute bei Volkswagen: „Die Vertrauensleuite der IG Metall spüren, dass der Druck auf die Beschäftigten bei VW steigt. Darum ist es gut, dass die Kolleginnen und Kollegen sich gut an den laufenden Vertrauensleutewahlen beteiligen. Denn das stärkt die Organisation der IG Metall bei Volkswagen und nützt so der ganzen Belegschaft.“

 Der Leiter des Vertrauensleutekörpers im Werk Wolfsburg, Frank Paetzold, machte auf die politische Dimension der Gewerkschaftsarbeit im Betrieb aufmerksam: „Wir Gewerkschafter engagieren uns gegen die AfD und gegen Rechts. Wir arbeiten für Vielfalt und für Gemeinsamkeit.“

 Bezirksleiter Thorsten Gröger machte klar, dass die tariflichen Erfolge ohne die engagierte Arbeit der Vertrauensleute nicht möglich gewesen wären: „In der vergangenen Tarifrunde sind uns hervorragende Abschlüsse gelungen, sowohl in der Metall- und Elektroindustrie als auch im Haustarif. Besonders die Wahloptionen und die Verdreifachung der betrieblichen Altersversorgung von 27 Euro auf 98 Euro monatlich, und das auch noch tarifdynamisch, sind hervorzuheben. Diese Tariflösung kann möglicherweise Vorbildcharakter für künftige Tarifrunden auch in andere Branchen entwickeln. Im Vordergrund muss aber die Stärkung der gesetzlichen Rente stehen. Das Niveau der gesetzlichen Rente muss wieder steigen, die Rente muss für ein gutes Leben reichen.“

 „Wir fordern eine Industriepolitik, die den Wandel hin zu einer ökologisch und sozial gerechten Wirtschaft und Gesellschaft nicht aus den Augen verliert. Sichere Arbeitsplätze, eine gesunde Umwelt, bezahlbare Mobilität und Energie sind keine Gegensätze,“ stellte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, fest. „Wir werden uns einmischen, damit aus technischem Fortschritt auch sozialer Fortschritt wird. Außerdem muss Bildung während des gesamten Erwerbslebens möglich sein. Dafür brauchen die Beschäftigten einen individuellen Rechtsanspruch.“

Einen Film zur Vertrauensleutekonferenz seht ihr hier.

 

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