IG Metall-Migrantenvertretung unterstützt krebskrankes Mädchen

(v.l.) Kaplan Oleksandr Lavrentew, Christian Matzedda, Mutter Larissa Misiurska, Giuseppe Gianchino mit Ulyana.
01.04.2016 | Migranten

Mit einem Spendenaufruf unterstützt die Migrantenvertretung der IG Metall im VW-Werk Wolfsburg die 16-jährige Ulyana Misiurska, ein krebskrankes Mädchen aus der Ukraine. Die Spenden sollen der Familie helfen, die Krebstherapie zu finanzieren.

„Die finanziellen Belastungen für die Familie sind hoch. So eine Krebstherapie kostet um die 200.000 Euro“, so Giuseppe Gianchino, Leiter der Migrantenvertretung bei VW. Im Alter von 15 Jahren bekam der Teenager den Befund eines bösartigen Tumors im Becken. Seitdem folgten fünf Chemotherapien. Für weitere Behandlungen holte ihr Cousin Oleksandr Lavrentew, Kaplan in der St. Christophorus Gemeinde in Wolfsburg, das Mädchen nun samt Eltern nach Deutschland. Eine weitere Behandlung war in der Ukraine aus medizinischer Sicht nicht möglich.

Die Migrantenvertretung hörte von dem Schicksal und wollte helfen. Gianchino: „Wir haben sofort einen Aufruf unter Vertrauensleuten gestartet und auch in unserem Flugblatt „Informa“ auf Ulyana aufmerksam gemacht. Außerdem haben wir auf einer Klausur der Migrantenvertretung 250 Euro Soforthilfe gesammelt.“

Gianchino und Betriebsrat Giuseppe Matzedda brachten die kleine Spende persönlich im Klinikum vorbei. „Ulyana und ihre Eltern waren von dem Besuch und der Hilfsbereitschaft berührt“, so Gianchino. „Wir hoffen, dass Ulyana bald gesund wird und wir einen wichtigen Beitrag leisten konnten.“

 

Die katholische Kirchengemeinde St. Christophorus hat ein Spendenkonto eingerichtet.

IBAN: DE56 2699 1066 0858 0800 50,

Verwendungszweck: Ulyana.