Migranten helfen Schülern: Umfrage unter Italienern

05.05.2015 | Migranten

Warum wandern auch heute noch junge Italiener aus und suchen in Deutschland ihr Glück? Diese Frage untersuchen Schüler derzeit gemeinsam mit der Migrantenvertretung im VW-Werk Wolfsburg. Einige italienische Beschäftigte stellten sich jetzt den Fragen der Schüler.

„Wir unterstützen die Raabeschule in Braunschweig und eine Schule in Italien bei einem europäischen Förderprojekt und hatten deswegen kürzlich 50 Schülerinnen und Schüler bei uns zu Gast“, sagte Giuseppe Gianchino, Vorsitzender der Migrantenvertretung im VW-Werk. „Zunächst haben wir die Schüler zur Skulptur L‘Emigrante‘ am Bahnhof geführt. Dort haben wir über die Immigration der ersten Italiener in Wolfsburg informiert.“ In welchem Alter sind Sie nach Deutschland gekommen? Haben Sie hier eine Familie gegründet? Hatten Sie Vorurteile gegenüber Deutschland? Sind Sie mit ihrem jetzigen Leben zufrieden? Diese und andere Fragen stellten die Schülerinnen den italienischen VW-Beschäftigten. Als erste gaben Michele Cilenti, Vincenzo Pinto, Samuele Cerio, Francesca Rosa Corina und Mario Scorza

Auskunft. Ziel der Umfrage: Die Entwicklung der Migrationsmotive aufzeigen – und zwar über die Jahrzehnte hinweg. Gianchino: „Viele Italiener kommen nach Deutschland, weil sie bessere berufliche Chancen sehen und weil sie der Überzeugung sind, dass sie hier besser leben können. Wir können aber auch feststellen, dass heute viele Italiener eigentlich nur vorübergehend bei uns Auslandserfahrung sammeln wollen, um danach in Italien bessere Perspektiven zu haben.“ Wenn voraussichtlich im Sommer die Ergebnisse der Umfrage vorliegen, will die Migrantenvertretung sie im Rahmen einer Ausstellung zum Thema „Migration gestern und heute“ präsentieren.