Schutzhandschuhe: 78 Modelle im Einsatz

06.02.2015 | Bereich 1

Es gibt sie mit Schnittschutz oder ganz schlicht. Gut isoliert für den Winter oder hitzeabweisend. Aus Leder, Baumwolle oder aus Gummi für den Umgang mit Chemikalien. Die Rede ist von Schutzhandschuhen.

Allein an den deutschen Volkswagen- und Audi-Standorten sind 78 verschiedene Modelle für alle möglichen Tätigkeiten im Einsatz. Bei den Aktionstagen der von Betriebsräten und aktiven Kolleginnen und Kollegen in der Fertigung 2 gegründeten Initiative „Demografischer Wandel“ in Halle 8 war jetzt eine Auswahl zu sehen.

„Durch die unterschiedlichen Anforderungen im Arbeitsalltag gibt es eine große Auswahl“, sagt Mustafa Özdemir von der Arbeitssicherheit, zuständig für die Schutzausrüstung am Standort Wolfsburg. Entscheidend sei vor allem, an welchen Werkzeugen und Stoffen die Kolleginnen und Kollegen arbeiten. „Nur so können wir mit den Handschuhen auch die optimale Sicherheit und Funktionalität bieten. Jede Abteilung hat dann eine spezifische Auswahl an Schutzhandschuhen.“

Nur auf den ersten Blick eine hohe Zahl: Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Standorte von Volkswagen und Audi zusammen einen Verbrauch von sechs Millionen Handschuhen. „Dabei werden die meisten Handschuhe nach der Nutzung gereinigt und dann wieder zur Verfügung gestellt“, so Özdemir. Unterscheiden lassen sich die Modelle grundsätzlich in Handschuhe für den Schutz des Produktes, um zum Beispiel Fingerabdrücke und Verschmutzungen bei der Montage zu vermeiden und in Funktionshandschuhe mit speziellen Sicherheitsanforderungen. Die Preisspanne ist ähnlich groß wie die Auswahl. Ein Handschuhpaar kann von 30 Cent und bis zu 120 Euro kosten. Gerade bei Handschuhen für den Einsatz von Chemikalien oder mit Isolierung zum Schutz vor Stromschlägen sind die Kosten hoch. Die hochpreisigen Modelle sind jedoch eher selten im Einsatz. „Überwiegend werden Handschuhe für Montagearbeiten verwendet“, so Özdemir.

Bei den Aktionstagen in Halle 8 gab es aber auch anderes zu sehen: „Wir informieren über Hörschutz, Sehschutz und alle Fragen rund um den Gesundheitsschutz. Und wir sind selbst als „Models“ tätig geworden, da wir die neue Arbeitskleidung erstmals in der Halle 8 vorstellen durften, so Karin Klopp, Sven Simon und Simone Basse von der Arbeitsgruppe Demografischer Wandel. „Aus Sicht des Betriebsrates ist es sehr wichtig, unsere Kolleginnen und Kollegen für solche Themen zu sensibilisieren. Die Aktionstage haben dazu einen wichtigen Beitrag geleistet“, sagen die Betriebsräte Matthias Koch und Marcus Kirste.