Sondersitzung der IG Metall-Vertrauensleute zum Thema Flüchtlinge

Sondersitzung der Vertrauensleute im B3.
SPD-Lantagsabgeordneter Dr. Christos Pantazis.
08.10.2015 | Bereich 3

Etwa 1000 Flüchtlinge erreichen pro Tag das Land Niedersachsen. Diese Zahl nannte der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Christos Pantazis jetzt bei einer Sondersitzung der IG Metall Vertrauensleute aus dem Betriebsratsbereich 3 im VW-Werk Wolfsburg. Der große Flüchtlingsstrom sei eine Herausforderung für unsere Gesellschaft. In der Bevölkerung gebe es Befürchtungen, Ängste und Fragen. Um die Kolleginnen und Kollegen zu informieren, hatte deshalb Betriebsrat Ulf Günther gemeinsam mit Hüseyin Bolat und Maik Reupke die Veranstaltung zum Thema Flüchtlinge organisiert.

Mehr als 100 Vertrauensleute der IG Metall waren bei der internen Sondersitzung vor Ort. Christos Pantazis, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Migration und Teilhabe, stellte sich den Fragen der Kolleginnen und Kollegen. „Es ist wichtig, dass die Flüchtlinge an der Gesellschaft teilhaben. Dafür ist es notwendig, die Sprache zu erlernen und einen Arbeitsplatz zu haben“, sagte Pantazis.

Bis 2011 hatte das Land Niedersachsen nach Angaben des Landespolitikers eine Erstaufnahmekapazität von 2500 Flüchtlingen. Mittlerweile sei diese dank Einrichtungen an 20 Standorten auf 14.800 Plätze gestiegen. Es sei geplant, die Kapazität weiter zu erhöhen. Die Verteilung der Flüchtlinge erfolgt mithilfe des sogenannten „Königsteiner Schlüssels“ auf alle 16 Bundesländer. Für Niedersachsen seien 9,4 Prozent vorgesehen. „Wir müssen dazu stehen, dass wir ein Migrationsland sind und Einwanderung zulassen“, sagte Pantazis. Dabei stehe für ihn fest, dass Deutschland ein Zuwanderungsgesetz brauche.

Die Kolleginnen und Kollegen fragten vor allem nach der aktuelle Situation der Flüchtlinge. Hauptthemen waren die Unterbringung und die Dauer der Asylverfahren