Tiguan-Fertigung : Mitfahrbänder kommen

Betriebsrat Reinhold Wagner an der Frontend-Montage in Halle 12
25.06.2015 | Bereich 3

Stoßfänger, Scheinwerfer, Rückleuchten – die Frontend- Montage des Tiguan an der Montagelinie 1 ist aus ergonomischer Sicht kritisch: Beim Montieren müssen die Beschäftigten rückwärts oder seitwärts mit dem Band mitlaufen. Das soll sich aber ändern. „Nach dem Werksurlaub im nächsten Jahr werden hier Mitfahrbänder die Arbeit erleichtern“, sagt Betriebsrat Reinhold Wagner.

Teamsprecher Daniel Dettmer hatte im März in einer Rede auf der Betriebsversammlung den Wunsch der Kolleginnen und Kollegen nach Mitfahrbändern geäußert. „Aus Sicht des Betriebsrates ist das vollkommen berechtigt. Wir haben hier die Chance, körperliche Belastungen zu senken“, sagt Wagner. Jeweils 47 Beschäftigte in drei Schichten arbeiten in dem Bereich der Montagelinie 1, weiß Meister Stephan Volmer.

Meisternachwuchskraft Philipp Dylla, Teamsprecher Andreas Klink, die Kolleginnen Marina Spät und Antje Osterholz sowie Betriebsrat Wagner erörtern vor Ort die Vorteile des Mitfahrbandes: Bücken mit schwerem Material, Rückwärts- und Seitwärtslaufen auf Betonboden gehe mit der Zeit auf die Knochen. Mitfahrbänder könnten die Belastungen lindern. Dylla: „Die Kollegen warten darauf. Einige haben sich schon die Bänder in Halle 54 angeschaut.“

Nach gegenwärtigem Zeitplan wird ein erstes kurzes Mitfahrband bereits in diesem Winter installiert. Das zweite größere Band soll im Werksurlaub 2016 in Angriff genommen werden. Fertigungsabschnittsleiter Hans Heinrich Tepper sieht noch einen weiteren Vorteil der Bänder: Die Qualität der Arbeit steige, wenn man zum Beispiel durch Rückwärtslaufen nicht mehr abgelenkt sei. Ähnlich sehen es Teamsprecher Uwe Huhn und Betriebsrat Wagner: „Wir gewinnen bei Ergonomie und Qualität.“