Vertrauensleuteklausur: „Moderne Arbeitsbedingungen für Zukunftsfähigkeit schaffen"

08.11.2016 | Bereich 5

Zu einer Wochenendklausur trafen sich jetzt die IG Metall-Vertrauensleute des B 5.7 von Betriebsrat Sebastiano Addamo. Besonderer Gast bei dem Treffen in Königslutter war Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh. Er diskutierte mit den 45 Kolleginnen und Kollegen aus der Gesamtfahrzeugentwicklung den Verhandlungsstand für den Zukunftspakt für Volkswagen und über die aktuellen Herausforderungen in der Technischen Entwicklung. Auch Hermann Dreyer, Leiter der Gesamtfahrzeugentwicklung, war als Gast vor Ort.

 

„Die Beschäftigten in der Entwicklung machen sich ernsthafte Sorgen. Alles soll anders werden, aber keiner weiß so recht, wohin die Reise gehen soll. Was wir jetzt am dringendsten brauchen, sind strategische Entscheidungen. Sonst können wir nicht durchstarten“, so Addamo. Klar sei, dass der Wandel in der Technischen Entwicklung ohne ein Maß an Weiterbildung nicht gelingen werde. Addamo: „Wir werden uns dafür einsetzen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen zielgerichtet qualifiziert werden. Nötig sind Konzepte mit Hand und Fuß.“

Am zweiten Tag stand vor allem die künftige Ausrichtung und Positionierung der Gesamtfahrzeugentwicklung (EG) auf der Agenda. Ausgiebig hatten sich die Vertrauensleute auf die Diskussion mit dem Leiter der Gesamtfahrzeugentwicklung, Hermann Dreyer, vorbereitet. Erster Sprecher Olaf Woeckener: „Der Austausch war intensiv, teils kontrovers. Klar ist, der Bereich wird auch in der neuen Baureihenstruktur eine zentrale Rolle einnehmen. Klare Zuständigkeiten zu schaffen und Prozesse zu schärfen, um den Transformationsprozess zu unterstützen, sind die wesentlichen aktuellen Aufgaben.“
 
Betriebsrat Addamo: „Wer zukunftsfähig sein will, der muss moderne Arbeitsbedingungen schaffen. Wir erwarten zum Beispiel, dass sich bei der Umsetzung der Betriebsvereinbarung zur Mobilen Arbeit im Bereich einiges tut. Generalansagen, Mobile Arbeit auf ein Minimum zu beschränken, werden wir als Betriebsrat jedenfalls nicht nur kritisch hinterfragen, sondern nicht zulassen.“