VW-Gewerkschafterinnen unterstützen Forderung nach Lohngerechtigkeitsgesetz

Ina Stolzenburg
03.08.2016 | Frauen

Die IG Metall-Vertrauensfrauen aus dem VW-Werk Wolfsburg unterstützen eine Unterschriftenaktion des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für ein „Lohngerechtigkeitsgesetz“.

„Mit Werbematerial wollen wir unsere Kolleginnen und Kollegen sensibilisieren, dass in vielen Betrieben trotz gleichwertiger Arbeit immer noch Unterschiede in der Bezahlung zwischen Männer und Frauen bestehen“, sagt Ina Stolzenburg, Mitglied der IG Metall-Vertrauenskörperleitung für die Personengruppe Frauen. Nach Angaben des DGB klafft in Deutschland eine Entgeltlücke von 21 Prozent. „Auch für die Gleichberechtigung bei Volkswagen ist es wichtig, was in der Gesamtwirtschaft passiert“, so Stolzenburg. „So wächst auch der Druck, etwas bei VW zu verbessern. Bei den Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen sehen wir noch Potenzial. Das zeigt auch der relativ geringe Anteil von Frauen in Managementfunktionen.“

Mit der Unterschriftenaktion fordern die Gewerkschafter jetzt eine gesetzliche Regelung zur Beseitigung der Lohndiskriminierung. „Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit ist in Europa ein geltendes Recht. Der Gesetzgeber muss die Unternehmen mit einem Gesetz in die Pflicht nehmen, um dieses Recht endlich flächendeckend durchzusetzen“, sagt Stolzenburg. Ein Gesetzentwurf sei sogar schon ausgearbeitet, aber noch nicht verabschiedet. „Mit den Unterschriften soll die Bundesregierung sehen, dass dieses Gesetz richtig und notwendig ist.“

Die Unterschriftenaktion startete vor wenigen Wochen. Bis Ende Juli waren bundesweit bereits rund 4.000 Unterschriften zusammengekommen. Stolzenburg: „Bei VW werden wir nun auch kräftig dafür werben.“

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