VW-Jugendvertretungen tagten in Wolfsburg: „Qualität der Ausbildung verbessern“

Knapp 100 Gewerkschafter tagten zwei Tage lang in Wolfsburg.
In Arbeitsgruppen erarbeiteten die Gewerkschafter Positionen für die Tarifverhandlungen.
Knapp 100 Jugendvertreter der Volkswagen-Standorte trafen sich in Wolfsburg.
27.11.2015 | JAV

Zum ersten Mal traf sich jetzt alle Jugendvertreter der deutschen VW-Standorte zu einem Kongress der Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung (GJAV) in Wolfsburg. Knapp 100 junge Gewerkschafter berieten zwei Tage lang in den Räumen des VW-Betriebsrates. So ging es zum Beispiel um die Positionen für die Tarifverhandlungen 2016. Zudem diskutierten die jungen Kolleginnen und Kollegen mit dem VW-Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh.

„Trotz der schwierigen Situation bei Volkswagen ist es wichtig, dass die Jugendvertreter klare Forderungen für die Tarifrunde formulieren“, sagte Osterloh. „Es wäre ein schlechtes Signal für unsere Zukunft, wenn sie sich jetzt keine ehrgeizigen Ziele mehr stecken würden.“ Natürlich sei es aber umso  wichtiger, diese Forderungen plausibel zu begründen.

Osterloh trat zudem Gerüchten entgegen, dass die Übernahme der Auszubildenden und Studenten im Praxisverbund in Gefahr sei. „Wir haben einen laufenden Tarifvertrag, der auch die Übernahme regelt.“

Bei dem Kongress erarbeiteten die Jugend- und Auszubildendenvertreter ihre Positionen für die Tarifrunde 2016 und vereinbarten ein Forderungspaket „Gute Ausbildung“. GJAV-Vorsitzende Felina Bodner: „Es geht uns vor allem um die Qualität der Berufsausbildung.“ Zum Beispiel soll das Betreuungsverhältnis für Azubis verbessert werden. Bodner: „Aktuell muss ein Ausbilder derzeit bis zu 50 Azubis betreuen. Das ist weder für die Ausbilder noch für die Auszubildenden ideal.“ Auch die Übernahme von ausbildungsbedingten Materialkosten und ein regelmäßiges Forum zwischen Interessensvertretung und dem Unternehmen gehören zu dem Tarifpaket.