Wohnbezirk Gifhorn setzt sich für bezahlbare Wohnungen ein

In Gifhorn fehlen günstige Wohnungen: Aktion der Metallerinnen und Metaller.
Gelungene Aktion gegen Wohnungsnot in Gifhorn.
Herzberg (links) und Wachholz haben die Aktion organisiert.
31.03.2019

Der Wohnbezirk Gifhorn der IG Metall hat eine Aktion für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt und im Landkreis veranstaltet. Am Wochenende bauten Kolleginnen und Kollegen um Wohnbezirksleiter Klaus-Jürgen Herzberg in der Gifhorner Fußgängerzone ein Wohnzimmer auf, um die Wohnungsnot bildlich zu machen.

„Wir hören immer öfter auch aus dem Kreis der Mitglieder, dass sich Menschen in Gifhorn keine Wohnung mehr leisten können. Das ist bei Nettokaltmieten von über neun Euro pro Quadratmeter in Neubauten keine Überraschung. Hier muss etwas passieren“, sagte  Wohnbezirksleiter und VW-Betriebsrat Klaus-Jürgen Herzberg, der die Aktion zusammen mit dem DGB organisiert hatte.

 

Gunter Wachholz, ebenfalls VW-Betriebsrat und Kandidat für das Bürgermeisteramt in Gifhorn,  kritisierte, dass die meisten Neubauten in Gifhorn teure Wohnungen seien: „Wer kein hohes Einkommen hat, kann praktisch nur noch im vorhandenen Wohnungsbestand etwas finden. Das aber vertieft die Spaltung der Gesellschaft.“ Wachholz sprach sich für eine stärkere Förderung vom Bau bezahlbarer Wohnungen durch die öffentliche Hand aus.