Betriebsräte der IG Metall informieren Beschäftigte der TE über Skype - VKL auch dabei

06.05.2020 | Bereich 5

"An Skype-Besprechung teilnehmen“ – 177 Kolleginnen und Kollegen aus der TE haben diesen Link gedrückt, als Betriebsratskoordinator Gerardo Scarpino und die Leiterin des TE-Vertrauenskörpers der IG Metall Marina Jacob am Mittwoch zu einer Onlineinfo über die aktuelle Situation in Corona-Zeiten eineladen hatten. Ein Riesenerfolg: Als Marina das Treffen nach einer Stunde beendete, gab es bald 90 Posts, davon allein 20 „Daumen hoch“.

„Die Kolleginnen und Kollegen haben beherzt gefragt und mitdiskutiert, das war super. Der Bedarf an Informationen ist in dieser kritischen Situation sehr groß, und an der Stelle sind wir Betriebsräte und Vertrauensleute gefordert“, sagte Gerardo Scarpino. Und Marina Jacob ergänzte: „Wir werden das bald wiederholen, denn die Kolleginnen und Kollegen sollen von uns auch weiter in so großer Teilnehmerzahl aus erster Hand erfahren, was los ist.“

In den Fragen ging es vor allem um Arbeitszeiten: die neue TE-Anwesenheitsregel, mobile Arbeit, Kinderbetreuung, neue Regeln nach dem Infektionsschutzgesetz. Gerardo machte klar, dass hier vor allem die Werkstätten der TE eine Art Vorreiter beim Thema Organisation der Arbeit und gleichzeitigem Infektionsschutz sind.

„Andere Bereiche wie die Produktion waren in Kurzarbeit oder wie die Bürobereiche großflächig im Homeoffice. Uns hat sich dagegen früh die Frage gestellt, wie organisieren wir Arbeit in Lohn und Gehalt in der TE?“, sagte er. „Wir müssen ja arbeitsfähig bleiben für all die wichtigen Projekte, zum Beispiel die kommenden E-Fahrzeuge.“

 Eine Antwort war die Anwesenheitsregel, bei dem in den kritischsten Wochen den Beschäftigten die fehlende Arbeitszeit gutgeschrieben wurde. „Das Unternehmen wollte die Arbeitszeit auf 05.30 Uhr bis 21.00 Uhr ausweiten, das hat der Betriebsrat gestoppt“, sagte Gerardo Scarpino.

Gerardo sagte auch, dass er sich sehr früh mit der TE-Führungsmannschaft für umfassende Hygienemaßnahmen eingesetzt hat, zum Beispiel in den Waschkauen, und diese auch vor Ort bei Rundgängen mit der TE-Leitung persönlich geprüft hat.

Eindeutig war er bei der Frage der Nutzung der geschlossenen Duschen: „Da geht der Gesundheitsschutz vor.“

Für die IG Metall berichtete Sandra Bollen über die Ergebnisse der Gespräche der IG Metall mit der Bundesregierung zu Themen wie die Anpassung der Kurzarbeiterregelung und der Forderung nach Maßnahmen zur Unterstützung der Konjunktur. Marina Jacob machte klar, dass eine Entscheidung der Politik zur Förderung des Autoabsatzes schnell nötig ist. „Nach den aktuellen Plänen ist das zu spät“, sagte sie. Die Bundesregierung will erst Ende Mai/Anfang Juni Beschlüsse dazu vorlegen.

Die TE-Betriebsräte Edmond E. Worgul und Martina Schwarz beantworteten noch im laufenden Skype-Gespräch schriftlich zahlreiche Fragen der Kolleginnen und Kollegen. Gerardo bedankte sich bei allen Beteiligten, die die gute Regelung der TE kurzfristig mitorganisiert haben.