Daniela formuliert in Willy-Brandt-Rede drei Thesen zur Zukunft der Mitbestimmung

Daniela hält ihre Willy-Brandt-Rede. Foto: Olaf Malzahn
Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse begrüßte die gut 200 Gäste. Foto: Olaf Malzahn
Daniela hielt ihre Rede im Kolosseum in Brandts Geburtsstadt Lübeck. Foto: Olaf Malzahn
05.10.2022

Betriebsratsvorsitzende mit wichtigem Auftritt in Lübeck - Redemanuskript und Video online

Große Ehre für Daniela Cavallo: Die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende hat die zwölfte Willy-Brandt-Rede gehalten. Damit reiht sie sich ein in eine prominent besetzte Gruppe, der diese Aufgabe zuteil wurde: So folgten bereits der frühere EU-Parlamentspräsident Martin Schulz oder die Bundespräsidenten Joachim Gauck und Frank-Walter Steinmeier der Einladung der Brandt-Stiftung, die in Erinnerung an den ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler jedes Jahr eine prominente Person eine Rede halten lässt.

Der Titel von Danielas Beitrag lautete: „Arbeitskampf 2.0: Herausforderungen und Chancen für die Mitbestimmung heute“. Dazu sprach sie am Dienstag, 4. Oktober 2022, auf Einladung der Willy-Brandt-Stiftung im Lübecker Kolosseum vor mehr als 200 Gästen.

Ihre Rede ist hier im PDF nachzulesen.

Hier auf YouTube ist ein Mitschnitt abzurufen (Beginn der Veranstaltung ab Minute 26:40, dorthin muss im Video gesprungen werden).

In ihrer Rede formulierte Daniela drei Thesen zur Zukunft der Mitbestimmung. Sie lauten:

Mitbestimmung bleibt nur dann attraktiv und gesellschaftlich relevant – also fit für die Zukunft – wenn sie anschlussfähig und durchlässig ist! Die Mitbestimmung muss ein beliebter Aufzug sein, ein gefragter Katalysator und begehrter Nährboden für relevante Themen!

Der eigene Arbeitsplatz und das eigene Arbeitsumfeld werden bereits in naher Zukunft so politisch sein wie noch nie – und umso wichtiger wird dabei die integrative Kraft der betrieblichen Mitbestimmung!

Ohne mehr Macht für die betriebliche Mitbestimmung und ohne eine gestärkte, modernere Betriebsverfassung scheitert die Transformation!


 
Das Willy-Brandt-Haus lädt alljährlich in Kooperation mit der Hansestadt Lübeck eine herausragende Persönlichkeit ein, die – anknüpfend an das Erbe Willy Brandts – politische und gesellschaftliche Fragen unserer Zeit analysiert und mögliche Lösungsstrategien entwickelt. Willy Brandt lebte von 1913 bis 1992, Lübeck ist seine Geburtstadt. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung wurde 1994 durch den Deutschen Bundestag mit Hauptsitz in Berlin errichtet. Sie erinnert an das Wirken Willy Brandts für Frieden, Freiheit und Einheit. Der frühere Bundeslanzler ist vielen Menschen für seine Ostpolitik bekannt, deren Erfolge zu einer Wende im Kalten Krieg führten und die Aussöhnung zum Beispiel mit Polen ermöglichte. Berühmt ist Brandts Szene des Kniefall von Warschau.