"Dank und Anerkennung" - Stellungnahme zum Tod von Ferdinand Piëch

Ferdinand Piëch (*17. April 1937 in Wien; †25. August 2019 in Rosenheim)
Ferdinand Piëch (*17. April 1937 in Wien; †25. August 2019 in Rosenheim)
27.08.2019

Der Konzernbetriebsrat äußert sich zum Tod des langjährigen Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden.

Ferdinand Piëch ist tot. Der langjährige Vorsitzende von Vorstand und Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns starb laut Angaben seiner Witwe am Sonntagabend. Er wurde 82 Jahre alt.

Volkswagens Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh äußert sich wie folgt:

„Ich erinnere mich an Ferdinand Piëch als großen Manager und Ingenieur, der dem Volkswagen Konzern in den allerhöchsten Funktionen nachhaltig mit Erfolg gedient hat.

Unser Unternehmen Volkswagen war als Folge von Managementfehlern in einem zerrütteten Zustand, als er 1993 den Vorstandsvorsitz übernahm. Wir als Belegschaft denken bis heute mit Dankbarkeit an den Anteil, den Ferdinand Piëch am Kompromiss zur Einführung der Vier-Tage-Woche hatte, mit der damals 30.000 Arbeitsplätze hier in Wolfsburg gerettet worden sind. Auch später hat er in seiner Aufgabe als Aufsichtsratsvorsitzender immer wieder Verantwortung für die Arbeitsplätze im Volkswagen Konzern gezeigt. 

Ich persönlich rechne es Ferdinand Piëch bis heute auch hoch an, dass er 1998 die Entschädigung der damals noch lebenden Zwangsarbeiter des Volkswagenwerks auf den Weg gebracht hat.

Wir als Betriebsräte waren nicht immer in allen Fragen einer Meinung mit unserem früheren Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsratsvorsitzenden. Aber wir blicken mit Respekt und Achtung auf sein großes Lebenswerk. Denn mit seiner Liebe zum Produkt, seiner strategischen Weitsicht und seinem feinen Gespür für die Weiterentwicklung unserer Marken hat Ferdinand Piëch die Erfolgsgeschichte unseres Konzerns entscheidend geprägt. Volkswagen stünde ohne Ferdinand Piëch nicht da, wo wir jetzt stehen. Dafür schulden wir ihm unseren Dank und unsere Anerkennung.“