Gedenkveranstaltung für Opfer des Nationalsozialismus im VW-Werk

Mitglieder des Betriebsausschusses legten Rosen nieder.
Rund 60 Kolleginnen und Kollegen nahmen teil.
Ricarda Bier, Daniele Cavall, Bernd Osterloh, Gunnar Kilain und Dieter Landenberger.
Die VK-Leitung im stillen Gedenken.
27.01.2020 | VKL

Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen von Volkswagen haben sich am Montagmorgen am Gedenkstein an der Südstraße versammelt und an die ermordeten Juden und an andere Opfer von Zwangsarbeit, Verfolgung und Rassenwahn während des Nationalsozialismus erinnert.

Am 27. Januar vor 75 Jahren hatten Soldaten der Roten Armee  das Konzentrationslager Auschwitz befreit.

 

Im Namen der Vertrauensleute der IG Metall legten Wolfsgang Kuznik und Ina Stolzenburg einen Kranz nieder. Die IG Metall-Geschäftsstelle war mit einer Delegation unter Leitung von Ricarda Bier vertreten. Für Belegschaft, Betriebsrat und das Unternehmen legten Bernd Osterloh und Arbeitsdirektor Gunnar Kilian einen Kranz nieder.

 

Während der NS-Zeit wurden rund 20.000 Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen unter  unmenschlichen Bedingungen im Volkswagenwerk ausgebeutet.  In den Jahren 1943 und 1944 machten sie bis zu 80 Prozent der Belegschaft aus. Wie viele der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen durch Auszehrung, unmenschliche Haft und NS-Gewalt zu Tode kamen, ist bis heute ungeklärt. Der Gedenkstein und die Gedenkstätte in einer ehemaligen Unterkunft im Werk erinnern an die Leiden der  Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

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