Geschäftsführung äußert sich zur Debatte um Nachtschichten und Auslastung im Stammwerk

07.02.2022

Flavio, Christian und Matthias stützen den Kurs von Daniela - scharfe Kritik an Patta

In der Diskussion um Auslastung, Zukunftskurs und Nachtschichtenentfall im Werk Wolfsburg haben sich Flavio Benites, Christian Matzedda und Matthias Disterheft wie folgt geäußert. Auslöser war Kritik des ehemaligen Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Wolfsburg und früheren Generalsekretärs des Volkswagen-Weltkonzernbetriebsrates, Frank Patta. Er hatte in der Presse gefordert, ganz einfach von Skoda ein Fahrzeug nach Wolfsburg abzuziehen. 

Die drei Mitglieder der Geschäftsführung sagen in einer gemeinsamen Stellungnahme:

„Die IG Metall Wolfsburg unterstützt Daniela Cavallo bei ihrer Forderung. Denn wenn Nachtschichten entfallen, ist es genau der richtige Ansatz, einen Teilausgleich für die wegbrechenden Erschwerniszulagen zur Bedingung zu machen. Das hilft den betroffenen Kolleginnen und Kollegen direkt und zeigt die Stärke und den Pragmatismus der IG Metall. Was dagegen nicht hilft, ist den Eindruck zu erwecken, als müsste sich der Betriebsrat einfach nur mehr Volumen für das Stammwerk wünschen. Wie bitteschön soll das denn über Nacht gelingen? Wolfsburg ist derzeit weit entfernt von einer hohen sechsstelligen Stückzahl pro Jahr. Dennoch bleibt genau das langfristig das Ziel. Dazu hat sich die Betriebsratsspitze auch schon längst entsprechend positioniert. Und Daniela Cavallo hat ihren persönlichen Anspruch für das Stammwerk, zu dem die modernste Produktion und die konzernweit größte Stückzahl gehören, im November vor der Belegschaft auch in ihrer Rede klargemacht. Nachhilfe benötigt an der Betriebsratsspitze also keiner. Was uns aber sehr irritiert, ist, dass Frank Patta jetzt fordert, anderen Standorten das Volumen abzugraben und diese Fahrzeuge mal eben nach Wolfsburg bringen zu wollen. Das hat nichts mehr zu tun mit internationaler Solidarität, von der man als ehemaliger Generalsekretär des Weltkonzernbetriebsrates schon einmal gehört haben sollte. Es ist einfach nur giftig, populistisch und asozial. Ein solches Verhalten spaltet die Interessen der Arbeitnehmerschaft und es tritt unsere gewerkschaftlichen Werte mit Füßen. Frank Patta mag inzwischen vieles sein. Ein Metaller ist er jedenfalls nicht mehr.“