IG Metall-Fraktion unterstützt Kampf für 35-Stundenwoche im Osten

Ricarda Bier spricht vor der Fraktion.
Gedenkstätte Velpke Kranzniederlegung
07.05.2019

Die IG Metall-Fraktion im Betriebsrat des Volkswagenwerks hat sich auf ihrer Frühjahrs-Klausurtagung mit den Metallerinnen und Metallern solidarisch erklärt, die für die Einführung der 35-Stunden-Woche in den östlichen Bundesländern kämpfen.

Mit Flächentarifverträgen hat die IG Metall bereits ein hohes Maß an sozialer Gerechtigkeit auch in Ostdeutschland durchgesetzt. Mit der Angleichung der Arbeitszeit auf 35 Stunden soll ein weiterer Grundstein für mehr soziale Gerechtigkeit gesetzt werden.

Die Betriebsräte und Vertrauensleute von VW sprachen auf der Tagung in der VW-Bildungsstätte Schulenberg im Harz außerdem über die aktuelle Lage im Betrieb und Themen wir den Anlauf des Golf 8 in Wolfsburg, die Werksauslastung, aber auch die Einführung der E-Mobilität, die Roadmap Digitalisierung und die Zukunft der Ausbildung. Ralf Pfitzner referierte über den Weg des Konzerns hin zu weniger CO2-Ausstoß im gesamten Unternehmen.

IG Metall-Geschäftsführerin Ricarda Bier hatte vor der IG Metall-Fraktion die großen Herausforderungen der nächsten Jahre angesprochen:  „Digitalisierung, Transformation und Klimawandel sind die großen Themen, denen wir uns als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter stellen müssen. Dazu haben wir ganz konkrete Forderungen an die Politik, zum Beispiel den Ausbau der Ladeinfrastruktur, eine Batteriezellfertigung in Deutschland, bezahlbaren Strom aus erneuerbaren Quellen und vor allem die nachhaltige Sicherung der Arbeitsplätze in der Automobilindustrie und den Zulieferbetrieben.“
 
Sie rief die Betriebsratsmitglieder und Vertrauensleute dazu auf, die Thema breit in die Belegschaft zu tragen. „Diese Themen wollen wir auch am 29. Juni in Berlin ansprechen“, sagte sie.