IGM-Fraktion stimmt ersten Eckpunkten für ID.3-Standortpaket zu

Der ID.3 wird ein Wolfsburger.
13.12.2021

Maßnahmen ebnen Weg für E-Modell im Stammwerk – weitere Arbeit in 2022

Wolfsburg – Nach der Grundsatzentscheidung für die Fertigung des ID.3 im Werk Wolfsburg nimmt der Plan für den Start des Elektrofahrzeugs erste Formen an. Nachdem der VW-Aufsichtsrat Ende vergangener Woche grünes Licht für das Vorhaben gegeben hatte, wird sich am (morgigen) Dienstag der Betriebsrat des Stammwerkes mit ersten Details beschäftigen. Dabei geht es um die sogenannte Standortvereinbarung, mit deren Leitplanken der ID.3 in Wolfsburg an den Start gehen wird.

An diesem Paket werden Betriebsrat und Unternehmen in den kommenden Wochen und Monaten intensiv arbeiten, um die Wirtschaftlichkeit der ID.3-Fertigung im Stammwerk zu gewährleisten. Solche Pakete sind ganz normal, wenn ein grundlegend neues Modell an einen Standort kommt – in Zwickau, Emden und Hannover gab es sie in jüngerer Zeit zum Beispiel auch. Ganz wichtig: Tarifvertragliche Aspekte sind davon ausgenommen. Der ID.3 soll ab 2023 zunächst in einer Teilfertigung (MKD-Ansatz) nach Wolfsburg kommen. Für 2024 ist im Stammwerk dann die Vollfertigung geplant.

Die den Betriebsrat maßgeblich beeinflussende IG Metall-Fraktion hat sich bereits im Vorfeld der BR-Sitzung am Dienstag mit dem Thema befasst. Dabei ging es um den Fahrplan für das Standortpaket und um dessen wesentlichen Handlungsfelder. Die IG Metall-Fraktion fasste auch bereits einen grundlegenden Beschluss, wonach sie die Ansätze für den ID.3-Start in Wolfsburg grundsätzlich begrüßt, aber auch eine weiterhin kritische Begleitung der zu treffenden Vereinbarungen in Angriff nimmt.

Daniela Cavallo und Gerardo Scarpino, die die Fraktion an der Spitze der IG Metall-Liste in die nahende Betriebsratswahl führen, sagten am Montag: „Mit der Entscheidung, den ID.3 auch in Wolfsburg zu fertigen, wird unsere Forderung aus dem Spätsommer umgesetzt. Damit wird Wolfsburg wie bisher Verbrenner, absehbar dann auch den Elektrobaukasten MEB und mit dem Trinity dann langfristig auch Produkte auf der künftigen SSP-Plattform produzieren. Das gibt maximale Flexibilität und entsprechende Vorteile für den Weg des Stammwerkes in die weitere Transformation. Das ist ein wesentlicher Beitrag für die Beschäftigungssicherung am Standort.“

Ein Aspekt ist bereits jetzt geregelt: Betriebsrat und Unternehmen haben grundsätzlich festgehalten, dass bereits im ersten Quartal 2022 der Jahrgang 1965 für die Altersteilzeit geöffnet werden wird. Die Arbeit an den Themen des Standortspaketes wird noch das gesamte nächste Jahr über weiterlaufen.