Jeder vierte Job in Gefahr: Petition der Conti-Kollegen sucht Unterstützer*innen

VWN-Nachbar Conti in Hannover-Stöcken (Bildzitat: Conti-Pressematerial)
18.09.2020

Conti, einer der weltgrößten Zulieferer und seit Jahrzehnten VW-Partner, legt ein Jahr vorm 150-Jahr-Jubiläum die Axt an seine Stammbelegschaft. Der Widerstand wächst.

Inzwischen steht sogar das Aachener Werk der margenstarken und kerngesunden Reifensparte vor dem Aus.
Volkswagens Konzernbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh erklärt zu den Vorgängen bei Conti:

"Continental wird nächstes Jahr stolze 150 Jahre alt. Kein Grund, stolz zu sein, sind dagegen die Nachrichten, mit denen das Traditionsunternehmen derzeit seine Belegschaft schockt: Der Vorstand stellt fast jeden vierten Conti-Arbeitsplatz hierzulande infrage, 30.000 sind weltweit in Gefahr. Unsere Kolleginnen und Kollegen im Conti-Konzernbetriebsrat haben daher eine Petition gestartet. Sie fordern den Stopp der angekündigten Personalmaßnahmen, bis gemeinsame tarifpolitische Lösungen feststehen. Das ist jede Unterstützung wert! Ich habe mich übrigens vor kurzem schon in der „Welt am Sonntag“ zu Conti und Co. geäußert. Dieser Eiertanz ist traurig, ganz egal ob Unternehmen nun 150 Jahre Geschichte haben oder nicht. Die Beschäftigten in der Automobilindustrie brauchen verlässliche Perspektiven, überall! Ich habe die Petition schon unterschrieben."

Zur Online-Petition geht es hier entlang: https://www.openpetition.de/petition/online/zeit-fuer-perspektiven-bei-continental

Das Welt-am-Sonntag-Interview steht hier (teilweise kostenpflichtig): https://www.welt.de/wirtschaft/article215094114/VW-Betriebsratschef-Osterloh-fordert-zweites-Konjunkturpaket.html