Reaktion des E/WKBR auf Russlands Invasion in der Ukraine

Daniela Cavallo, Präsidentin des Europäischen- und Weltkonzernbetriebsrates
24.02.2022

Der Europäische- und Weltkonzernbetriebsrat äußert sich in einer Erklärung.

Volkswagens Europäischer- und Weltkonzernbetriebsrat (E/WKBR) ist heute zusammen mit Unternehmensvertretern zu einer virtuellen Sondersitzung zusammengekommen. Eigentlich galt es bei dem Treffen, den 30. Jahrestag der E/WKBR-Gründung zu begehen. Diese Feierstunde entfiel angesichts der russischen Invasion in der Ukraine. Stattdessen stand eine aktuelle Stunde zu dem Konflikt auf der Agenda. Zu Beginn des Treffens verlas E/WKBR-Präsidentin Daniela Cavallo folgende Erklärung des Gremiums:

"Wir, der Europäische- und Weltkonzernbetriebsrat der Volkswagen AG, sind tief erschüttert über die aktuellen Geschehnisse und die russische Aggression gegenüber der Ukraine. Die Schlagzeilen und Bilder machen uns sprachlos. Heute, an dem Tag, wo wir das dreißigjährige Bestehen unseres internationalen Gremiums des Europäischen- und Weltkonzernbetriebsrats feiern wollten.

Als internationale Arbeitnehmervertretung, die über 660.000 Menschen auf der ganzen Welt mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen, Kulturen und Prägungen im Volkswagen Konzern repräsentiert, und die immer an die Macht der Worte, des Kompromisses und der Diplomatie glaubt, appellieren wir gemeinsam an den russischen Präsidenten, die Kampfhandlungen sofort einzustellen, ein weiteres Blutvergießen zu verhindern und diesen eklatanten Bruch des Völkerrechts zu beenden.

Der heutige Tag wird als ein sehr dunkler Tag für Europa in die Geschichtsbücher eingehen. Kriege kennen niemals Gewinner, sondern immer nur Verlierer.

Wir – die als Arbeitnehmervertreter:innen und Gewerkschafter:innen immer Teil der Friedensbewegung waren und sind und uns deshalb aktiv für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung einsetzen – wir sind in unseren Gedanken bei unseren ukrainischen Freundinnen und Freunden und gedenken der Opfer."