Vertrauensleute setzen auf BV starkes Zeichen gegen Rassismus

60 Meter, Hunderte Botschaften: Das Anti-Rassismus-Banner.
Im Talk zu 70 Jahre Land und VW: Ministerpräsident Stephan Weil (v.l.), Gesamtbetriebsrats-Geschäftsführer und Moderator Markus Bieber sowie Bernd Osterloh.
25.09.2019 | VKL

60 Meter lang, 450 Teile: Gut 50 Vertrauensleute haben einen Teil des längsten antirassistischen Banners auf der BV präsentiert.

  • Aktion mit Riesen-Banner: Klare Kante gegen die AfD

  • Osterloh: "Wollen mit diesen Hetzern nichts zu tun haben"

  • Ministerpräsident Weil: "Besuch, den wir nicht haben wollen"

  • Weitere Themen der BV: Fahrzeugpräsentationen und Ankündigung Familientag

Mit einer besonderen Aktion haben Vertrauensleute der IG Metall auf der VW-Betriebsversammlung im Stammwerk ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Während der Rede des Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh am Mittwoch schritten mehr als 50 Vertrauensfrauen und -männer vor die Bühne in Halle 11. In ihren Händen hielten sie ein 60 Meter langes Banner. Es war zusammengesetzt aus Hunderten Botschaften gegen Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und die Spaltung der Gesellschaft. 450 einzelne Stoffteile hatten die Vertrauensleute dafür zusammengenäht. Das Banner geht demnächst in die IG Metall-Zentrale nach Frankfurt am Main und wird dort zusammen mit weiteren Arbeiten aus ganz Deutschland Teil eines Rekordversuchs für das längste antirassistische Banner der Welt.

Die Aktion in Halle 11 startete, als Bernd Osterloh in seiner Rede auf den Bundesparteitag der AfD in Braunschweig zu sprechen kam. Der Betriebsratsvorsitzende sagte unter anderem: "Wir als Belegschaft und wir als Unternehmen wollen mit diesen ausländerfeindlichen Hetzern nichts zu tun haben!"

Gast bei der Betriebsversammlung war Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Auch er hatte eine klare Botschaft in Richtung AfD und deren Bundesparteitag in Braunschweig: "Es gibt Besuch, den man wirklich nicht haben möchte - und dies ist ein Beispiel dafür." VW als Weltkonzern und die Leistung seiner aus vielen Nationen stammenden Belegschaft seien ein ganz besonderer Beweis für den Erfolg von Toleranz und Weltoffenheit. "Mit Leuten, die Ausgrenzung und Ausländerfeindlichkeit predigen, möchten wir nichts zu tun haben. Wir wollen uns nicht spalten lassen", sagte Weil.

Zu den weiteren Inhalten der BV haben Betriebsrat und Unternehmen eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben. Außerdem gaben Bernd Osterloh und Arbeitsdirektor Gunnar Kilian bekannt, dass es am 20. Juni nächsten Jahres einen Familientag geben wird.

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