Volkswagen top bei Polizeiautos – Werk Wolfsburg ganz vorne dabei

Ein Teil der Mannschaft aus dem Sonderfahrzeugbau.
VW - selbst in München!
Alles muss raus - damit die Spezialausstattung rein kann.
Hier geht zum Beispiel das Blaulicht an!
Die Fachleute blicken ins Innere.
Fast nackt steht der Innenraum beim Umbau da.
Da kommt dann das Blaulicht drauf.
7500 Wagen machte der Sonderfahrzeugbau allein 2019.
Am Blaulicht: Jürgen Hildebrandt.
Polizei-Funk statt Reserverad.
Michael Meichsner (rechts) und Jürgen Hildebrandt an einem Touran für die Polizei Thüringen.
13.01.2020

Dein Freund und Helfer fährt meistens VW! Laut einer bundesweiten Umfrage tragen die meisten Streifenwagen in Deutschland das VW-Logo. Neben der Polizei setzt zum Beispiel auch die Feuerwehr auf Volkswagen - und zwar selbst in der BMW-Hochburg München ...

Die meisten Polizeiautos in Deutschland stammen von Volkswagen. Das hat eine Umfrage unter den Behörden ergeben. Und das Werk Wolfsburg ist ganz vorn dabei: In der Halle 12 arbeiten die Beschäftigten aus dem Sonderfahrzeugbau und rüsten dort Touran und Golf zu Polizeiautos um. „Die Kolleginnen und Kollegen hier bauen Fahrzeuge in Top-Qualität für Behörden und andere Kunden in ganz Deutschland auf. Gerade die bekannte Zuverlässigkeit von Volkswagen-Fahrzeugen ist für die Kunden wertvoll“, sagt Betriebsrat Jürgen Hildebrandt über den Bereich.

Die Polizeifahrzeuge sind eines der wichtigsten Felder für die Abteilung. Aber auch Taxis, Fahrschulautos, „Gelbe Engel“ des ADAC, Feuerwehrfahrzeuge oder behindertengerechte Wagen entstehen hier. 7.500 Autos wurden hier 2019 umgerüstet.

„Die Polizeiwagen basieren auf normalen Fahrzeugen, die nach dem Zählpunkt 8 zu uns kommen“, sagt Michael Meichsner, der seit zehn Jahren als Kfz-Mechatroniker im Sonderfahrzeugbau arbeitet. Im ersten Schritt entfernen Michael und seine Kollegen fast die ganze Innenausstattung: Himmel raus, Türenverkleidung raus, Mittelablage raus, bei den meisten Autos sogar Teppich raus. „Wir brauchen den Platz für die Technik: Funk, Signalanlage, Halterungen, zusätzliche Bedienelemente und so weiter“, sagt Michael Meichsner. Fünf bis sechs Tage dauert der Umbau.

Bei der Ausstattung hat jedes Bundesland andere Vorstellungen: verschiedene Blaulichter, verschiedene Beklebung, verschiedene Funkgeräte. Ein Land bestellt sogar Scheiben, die besonders gegen Schläge und Steine gesichert sind.

Die Kunden bei den Behörden schätzen die Arbeit der Wolfsburger. Nach mehreren Presseberichten kommen die meisten Polizeiautos in Deutschland von Volkswagen, vor Mercedes. Unter den Modellen sind es bei VW demnach vor allem Passat, Touran, VW-Bus und auch Golf. Den e-Golf fragen die Behörden übrigens deutlich stärker nach als andere Kunden. VW-Sonderfahrzeugbauten gibt es auch in Emden und in St. Egidien in Sachsen.

Für VW als Hersteller sind die Behördenfahrzeuge doppelt interessant: als Absatzvolumen und auch als Imageträger: Wenn Polizei oder Feuerwehr eine Automarke fahren, ist das eine Auszeichnung. Sogar in der BMW-Heimat München hat die Feuerwehr e-Gölfe bestellt, die gerade ausgerüstet werden.