VW Sachsen wird Teil der Volkswagen AG - und damit des Haustarifs

Jens Rothe, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der VW Sachsen GmbH.
Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der Volkswagen AG.
12.05.2021

Mehr als 30 Jahre nach der Wende wächst zusammen, was zusammengehört: Die VW Sachsen GmbH geht in der VW AG auf.

Meilenstein für die Volkswagen-Familie: Die drei sächsischen VW-Standorte Chemnitz (Motoren), Dresden (Gläserne Manufaktur) und Zwickau (ID-Reihe) werden bis 2027 Teil der Volkswagen AG. Damit greift für die mehr als 10.000 Beschäftigten stufenweise der VW-Haustarif. Für den Betriebsrat ist dieser Schritt sowohl tarifpolitisch als auch gesellschaftspolitisch längst überfällig.

Die bislang eigenständige Volkswagen Sachsen GmbH wird bis 2027 vollständig in die Volkswagen AG integriert - für die gut 10.000 sächsischen VW-Beschäftigten greifen damit nach und nach die Entgelte, Arbeitszeiten, Betriebsvereinbarungen, Altersvorsorgeregelungen und vieles mehr auf Niveau des VW-Haustarifs. Darauf hat sich das Unternehmen mit der IG Metall in einer Vereinbarung verständigt. Für Sachsen gilt bislang der Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie.

Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Volkswagen Sachsen GmbH, Jens Rothe, sagte: „Mehr als 30 Jahre nach der Wende ist dieser Schritt überfällig. Daher ist es nur richtig, dass wir bei Volkswagen auch an dieser Stelle Verantwortung zeigen und mit gutem Beispiel vorangehen. Mit ihrer Arbeit und Flexibilität beweisen unsere Kolleginnen und Kollegen in Sachsen schon seit Jahrzehnten, dass es keinen Unterschied mehr gibt zwischen Volkswagen West und Volkswagen Ost. Damit ist es einfach nur fair, dass unsere Beschäftigten endlich auch Teil der Volkswagen AG werden und die tarifliche Gleichstellung beginnt. Dabei ist uns bewusst, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte nicht gefährden wollen und haben deshalb ein umfangreiches Kompensationspaket vereinbart.“

Die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der Volkswagen AG, Daniela Cavallo, sagte: „Fast auf den Tag genau vor 31 Jahren lief in Zwickau der erste Volkswagen vom Band – damals ein Polo. Aus den einst 500 Kolleginnen und Kollegen in Sachsen sind heute insgesamt weit mehr als 10.000 Beschäftigte in Chemnitz, Dresden und Zwickau geworden. In der Mitbestimmung sind Ost und West schon seit vielen Jahren eng zusammengewachsen, nun folgt auch unternehmensseitig die Verschmelzung mit der Volkswagen AG. Das ist nicht nur für die Volkswagen-Familie ein bedeutender Schritt, sondern auch ein gesellschaftspolitisch längst überfälliger Schritt.“

Die Details stehen in dieser Pressemitteilung (externer Link).