Hauptmeldungen

1. März: Tarifauftakt im Livestream

15.02.2021 | Informationen der IG Metall zum aktuellen Stand der laufenden Tarifverhandlungen in den einzelnen Tarifgebieten und Branchen und bei Volkswagen.

Betriebsrat kritisiert Bus-Chaos bei der WVG

08.02.2021 | Früh morgens noch hin mit dem Bus - und dann klammheimlich Ende im Fahrbetrieb! Der Umgang der WVG mit der Wetterlage sorgt für Frust.

Die neue "Die VKL informiert" ist da

08.02.2021 | Liebe Kolleginnen und Kollegen, „Die VKL informiert“ erscheint jetzt in einem neuen Design. Angelehnt an das Design der IG Metall gibt es nun einen optischen Wiedererkennungswert. Als VKL vertreten wir die Politik der IG Metall und die Interessen unserer gewerkschaftlich organisierten Mitglieder*innen bei Volkswagen.

Video der Vertrauensleute aus den Bereichen B 5.6 und B 5.7 zur Tarifrunde

05.02.2021 | Vertrauensleute aus den Bereichen B 5.6 und B 5.7 haben ein Video zum bisherigen Verlauf der Tarifrunde erstellt. In deutlichen Bildern wird die Verweigerungshaltung des Unternehmens gezeigt. Auch die berechtigten Forderungen der IG Metall zeigen die Vertrauensleute.

Kranzniederlegungen der Vertrauenskörperleitung und der IG Metall

01.02.2021 | Jährlich am 27. Januar gedenken wir der Opfer des Holocaust. Bereits seit 1996 gilt dieser Tag als Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus. 2005 wurde dieser Tag von der Generalversammlung der vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens erklärt.

Osterloh: Wenn ich deutlich werden muss, kann ich das auch aus der Quarantäne

19.01.2021 | Nach seinem positiven Test auf das Corona-Virus ist der Betriebsratsvorsitzende seit knapp einer Woche zuhause. Symptome hat er nach wie vor keine. Seine Arbeit erledigt Bernd von daheim, aus dem ersten Stock isoliert vom Rest der Familie. Für dieses Interview meldete er sich per Videokonferenz aus seinem improvisierten Wohn- und Bürozimmer. Das Gespräch erschien zuerst im VW-internen Intranet "360°-Net".

Start der Tarifverhandlungen: IG Metall fordert höhere Löhne

14.01.2021 | Die erste Gesprächsrunde unter Corona-Schutzbedingungen ist gelaufen: Frisch getestet haben sich in kleiner Runde die Vertreter von IG Metall und Volkswagen getroffen. Die restlichen Mitglieder der IG Metall-Verhandlungskommission waren über eine Video-Konferenz in die Verhandlung eingebunden.

Sally Perel stirbt 97-jährig - "Werden sein Vermächtnis fortführen"

Betriebsrat äußert sich zum Tod des Zeitzeugen und dessen Nähe zur Belegschaft

Sally Perel ist am 02. Februar 2023 im Alter von 97 Jahren in Tel Aviv verstorben. Der Betriebsrat und die Volkswagen AG trauern um einen wichtigen Zeitzeugen, der bis zu seinem Lebensende nicht müde wurde, vor falschen Idealen zu warnen. Sally Perel hat sich stets für Respekt und Toleranz, für ein Zusammenleben in Frieden und Achtung vor allen Mitmenschen stark gemacht. Bis ins sehr hohe Alter reiste er durch Deutschland, Europa und die Welt, um vor allem Jugendliche zu kritischem und eigenständigem Denken und zum Einsatz gegen Ausgrenzung und Gewalt aufzurufen. Immer wieder machte er dabei auch bei Volkswagen Station. 2017 beispielsweise sprach er vor Tausenden jungen VW-Auszubildenden und Dual Studierenden in der Volkswagen Arena in Wolfsburg.

 

1925 als Jude im niedersächsischen Peine geboren, überlebte Sally Perel die Jahre 1943 und 1945 unter einem angenommenen Namen In der Uniform der Hitlerjugend. Im Vorwerk der damaligen Volkswagenwerk GmbH in Braunschweig erhielt er als „Jupp“ eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und eine Erziehung, die ihn zum überzeugten Nationalsozialisten machen sollte. Erst Jahrzehnte später sprach er über diese Zeit und erzählte Jugendlichen auf Vortragsreisen seine Geschichte.

 

Mit Sally Perels Tod verliert die Welt einen der letzten Zeitzeugen der Nazi-Gräueltaten und einen Überlebenden, der seine Erinnerungen in sehr reflektierter und persönlicher Weise mit anderen teilte. Seine eigene Erfahrung, das Leben in Todesgefahr und in verdeckter Identität, „in der Haut des Feindes“, wie Perel es nannte, war die Triebfeder für seinen starken Wunsch, insbesondere junge Menschen für den Wert der Demokratie und die unbedingte Achtung der Menschenrechte zu gewinnen. Sally Perel wandte sich stets vehement gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus, etwa bei seiner mitreißenden Rede vor tausenden von Menschen am 30. November 2019 anlässlich einer Demonstration auf dem Schlossplatz in Braunschweig. Seine Botschaft: „Die Jugend von heute ist nicht verantwortlich für die Gräueltaten der Nazis, aber sie wird es sein, wenn es wieder zu solchen kommt.“ 

 

Dieser Verantwortung hat er selbst sich unermüdlich gestellt und benannte dabei stets sehr konkret, was er für eine Gefahr hielt: Hass, Rassismus, Antisemitismus und Gewalt. Sally Perel eckte an, in Deutschland und in Israel. Seine Überlebensgeschichte war unbequem, nicht nur für ihn. Respekt und Toleranz, zwei Grundwerte, die er stets als konkrete Anleitung für sein Handeln verstand, und deren Beachtung er auch von anderen einforderte, waren die Leitlinien auf seinem Lebensweg. Bis ins hohe Alter ging er auf Reisen und suchte und fand den Kontakt zu jungen Menschen in Israel und in Deutschland, aber auch in zahlreichen anderen Ländern. Durch das Beispiel seiner eignen Lebensgeschichte wollte er die jungen Menschen widerstandsfähig machen, gegen die Verlockungen und Versprechen insbesondere rechter Ideologien. Er setzte seine Hoffnung darauf, dass aus aufgeklärten, informierten und kritischen jungen Menschen mündige Bürger werden, die Hass, Hetze und Ausgrenzung keinen Raum lassen würden.

 

Die Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrates, Daniela Cavallo, sagt: „Sally Perel wird uns fehlen. Nicht nur die dramatischen Umstände seines Überlebens haben ihn als einzigartigen Zeitzeugen so wertvoll gemacht. Sondern vor allem die Gabe, seine Lebens- und Leidensgeschichte regelmäßig zu teilen und dabei mit Leichtigkeit eine Brücke zu seinem Publikum zu schlagen – insbesondere zu den jungen Menschen, darunter oft unsere Auszubildenden. Vor dieser Lebensleistung verneigen wir uns mit dem allergrößten Respekt. Und wir als Volkswagen-Familie sehen es als unsere Verpflichtung an, Sally Perels Vermächtnis rund um demokratische Wachsamkeit und Toleranz fortzuführen.“

 

Arbeitsdirektor Gunnar Kilian sagt: „Volkswagen verliert mit Sally Perel einen Menschen, der die Hand zur Versöhnung ausstreckte. Er hielt uns an, Verantwortung für ein friedliches Miteinander zu übernehmen und hoffte dabei stets auf das Gute im Menschen. Volkswagen ist ihm sehr dankbar und wird seinen Namen und seine Botschaft lebendig halten. Wir fühlen mit seiner Familie und werden Sally Perel vermissen!“

 

Einen ausführlichen Lebenslauf zu Sally Perel gibt es hier als Teil der gemeinsamen Pressemitteilung (Link) von Volkswagen und Betriebsrat. 

Zum Sally-Perel-Preis geht es hier entlang: (Link).  Bewerbungen können noch bis zum 31. März 2023 eingereicht werden. Die Preisverleihung ist geplant für die Betriebsversammlung im Werk Braunschweig im dritten Quartal 2023.