VW-Beschäftigte bei TTIP-Demonstration in Hannover

90.000 Menschen demonstrierten vergangenen Samstag in Hannover gegen die umstrittenen transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Mit dabei waren auch 300 aktive Metallerinnen und Metaller aus dem VW-Werk Wolfsburg. Anlass der Großdemonstration war auch der Besuch von US-Präsident Barack Obama, der auf der Hannover Messe gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Freihandelsabkommen warb. Ihr Werben ging jedoch ins Leere.

„Die Art und Weise, wie über unsere Köpfe hinweg und ohne jegliche Transparenz Handelsabkommen abgeschlossen werden, ist alles andere als demokratisch“, sagte Burkhard Möker aus der Vertrauenskörperleitung der IG Metall im Werk Wolfsburg. „Es ist daher wichtig, dass wir bei TTIP und CETA unsere Stimme erheben.“

Die Wolfsburger waren nicht die einzigen Kolleginnen und Kollegen von Volkswagen. Auch Beschäftigte aus den VW-Werken in Emden, Salzgitter, und selbstverständlich aus Hannover waren mit dabei. Möker: „Wir befürchten, dass durch die Handelsabkommen Arbeitnehmerrechte sowie Verbraucher- und Umweltstandards geschwächt werden.“

Möker weiter: „Gegen internationalen Handel ist an sich nichts einzuwenden. Wir fordern aber Transparenz und akzeptieren vor allem nicht, wenn dadurch Arbeitnehmerrechte eingeschränkt werden. Das ist bei TTIP der Fall.“

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